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Ein Interview über die Kunst

Im Folgenden habe ich einige Fragen beantwortet, die mir wichtig erschienen, damit du mich und meine Gedanken zur Kunst, ein wenig besser kennenlernen kannst.

Solltest du noch weitere Fragen haben, dann melde dich doch einfach bei mir und ich werde sie dir gerne beantworten. Und wer weiß,  vielleicht entwickelt sich ein schönes Gespräch.

Was bedeutet für dich Kunst?

Kunst ist für mich der Mensch.

Und zwar als Spiegel, als Sehender, der sie betrachtet,  aufnimmt und mit seinen dabei empfundenen Gefühlen, reflektiert und damit zur Kunst macht.

 

Ich liebe Kunst, in jeglicher Form, stehe staunend vor alten Meistern und neuen Wilden. Ob im Museum, in der Galerie oder im Internet.

Die Themen  sind so vielfältig, wie die Menschheit Gründe braucht.

Alle Stile und Epochen, Gattungen und  Darstellungsräume, finde ich spannend und wichtig, manchmal finde ich keinen Zugang.

Doch in den allermeisten Fällen, staune und bewundere ich so viel Darstellungskraft und Produktivität, Kreativität und Leidenschaft.

Für mich ist Kunst, ich habe selber einige Jahre Kunstgeschichte studiert, fundamental wichtig. Ohne sie, hat der Mensch keinen Ausdruck für das Innere und Äußere.

 

Kunst kann wachrütteln, Kunst kann Identität erschaffen oder zurückbringen, Kunst kann heilen, Kunst kann heillos teuer sein, erschafft Stars und Sternchen, muss sich Kritikern unterwerfen, die uns sagen, ob Kunst gut oder schlecht ist.

Kunst ist auch Markt. Und zwar ein sehr großer.

Kunst ist vielen Mysterien unterworfen, vielen Strömungen in Mode und  Zeitgeist.

Und darum auch der Spiegel unserer Gesellschaft. Ein wichtiger  Aspekt und er hat mit all seinen Ausdrucksformen, seine absolute Daseinsberechtigung.


Was hältst du vom klassischen Kunstmarkt?

Er ist richtig und wichtig.

Leider trägt er häufiger dazu bei, dass die Kunst sich vom Menschen entfernt. Starkult,  Meisterlese und Hype, sind auch dafür da, utopische Preise für eine Elite zu schaffen, Preise zu rechtfertigen, die nur noch für eine sehr kleine, ausgewählte Gesellschaftsschicht, erschwinglich sind.

Der Einstieg für junge Künstler, ins Kunstgeschehen, ist extrem  schwierig und von sehr vielen Faktoren wie Stiftungsförderung, Stipendien, Sponsoring,etc., abhängig.

Der Weg zu erfolgreicher Eigenvermarktung, wird den jungen Menschen nicht immer vermittelt. Den Menschen wird somit häufig der Weg zu ganz toller Kunst, die von diesen jungen Menschen geschaffen wird, nicht ermöglicht, bzw. schlicht,  nicht sichtbar gemacht.

 

Was mir Hoffnung macht, ist, dass Kunst auch immer vom Zeitgeist geprägt wird und neue Strömungen adaptiert.

YouTube, Tiktok, Pinterest, Instagram und Co, Guerillamarketing, unabhängige Communities und Foren, und die dortigen Ausdrucksformen, zeigen mir, dass der Mensch immer mehr das Bedürfnis hat, sich den Weg zur Kunst selbst zu verschaffen, sich auch Kunst selbst zu erschaffen.

Sicherlich ist häufig der Starkult und die Hoffnung, berühmt zu werden, Motivation. Bitte, gerne!!

Es zeigt mir,  das der Mensch Kunst  nachwievor, Kunst als etwas sehr Wichtiges in seinem Leben ansieht. Sie selbst erschaffen möchte, sich mit ihr auf eigene, kreative Weise auseinandersetzt. So vermittelt er sich selbst  ein neues Verständnis von Kunst und schafft damit Kunst. Setzt sich selbst und seinen Bezug zur Kunst, in Bezug zu anderen Menschen.

Ganz ohne Kunstmarkt, Galerien, Kritiker oder Museen.

 


Warum schaffst du Kunst als gemalte Reiselust?

Vor der Idee, gemalte Reiselust zu schaffen, stand der Wunsch, mein Fernweh zu besänftigen, um Erinnerungsstücke zu schaffen, die meiner Seele die Möglichkeit geben, diese wichtigen Biografiestücke meines eigenen Lebens, festzuhalten. Sie reflektieren zu können und mir dies täglich vor Augen zu führen, wenn ich das möchte. Mich entführen lassen zu den Orten, die meine Seele berührt haben. Die meine Seele und mein Leben, mit beeinflusst haben.

Ich habe mich bei meiner eigenen Reise zu mir selbst und meiner  Kunst dazu entschieden,  Kunst für den Menschen, mit dem Menschen, als besondere Erinnerungsstücke, zu schaffen.

Kunst nicht ausschließlich  als Doktrin oder Wertesystem des Kunstmarkts zu sehen, sondern persönlich, individuell und einzigartig, wie die Menschen und ihre Beweggründe.

Um Erinnerungen, auf besondere Art festzuhalten. Sie zu konservieren und zu einem Unikat zu machen, das nicht in einem Museum, einer Galerie oder in einer Wanderausstellung hängt. Sondern in ganz persönlicher Umgebung, der eigenen Seelengalerie.

 


Für wen ist deine Kunst?

Ich möchte Menschen erreichen, die sich ihr persönliches Stück Erinnerung  einer besonderen Reiseimpression, in Form eines gemalten Kunstwerks bewahren möchten.

 

Für Menschen, denen Reisen, Reiseerinnerungen und das Festhalten besonderer Momente, wichtig sind.

 

Für Menschen, die dies  mit ihrem ganz persönlichen Unikat, ihrem individuellen Kunstwerk, verwirklichen möchten.

 

 


Wie würdest du deinen Kunststil beschrieben?

Ich erschaffe keine fotorealistischen Kunstwerke, sondern lasse meine Kreativität, meine Adaption des magischen Moments, mit einfließen.

Dies kann mithilfe abstrakter Oberflächenstrukturen sein, die ich durch Sand und Spachtelmassen, Marmormehl, Pappe, Papier, Holz, Farbschichten, u.v.m. erschaffe.

 

Im Schaffensprozess, entscheide ich, ob Strukturen und Oberflächen, eine Rolle spielen oder wo ich sie weglasse.

So kann es sein, dass ich Gegenstände aus dem Bild nehme.

Oder, wenn es den Menschen wichtig ist, Dinge, Menschen oder Tiere, mit einfüge, die für die persönliche Erinnerung, in dem Bild stehen sollen.

Weil sie dem Menschen wichtig sind, weil sie dazu gehören, aber leider nicht auf diesem einen Foto abgebildet sind.

 

Ebenso gebe ich dem Himmel, den Farben oder dem Licht, eine überhöhte Wirkung, Schwäche ab oder lasse es expressiver wirken.

Dinge im Hintergrund, oder im Vordergrund, gebe ich durch abstrakte Pinselführung, Spachtel oder Palettmessern, abstrakte Farbstriche und Flächenmuster.

 

Ein weiteres Ausdrucksmittel sind Collagen.

Diese erstelle ich, wenn es für den Menschen schwierig ist, sich für den einen Lieblingsort zu entscheiden, sondern der magische Lieblingsort, aus mehreren Orten, Symbolen und Momenten, besteht.


Wie berechnest du die Preise für deine Kunstwerke?

Bei meiner  Preisberechnung gehe ich pragmatisch und transparent vor.

Dabei lege ich die  Größe des Formats, das verwendete Material, die investierten Stunden, die Kreativität und Seelenarbeit, zugrunde.

Im Schnitt benötige ich für ein Kunstwerk 15-20 reine Arbeitsstunden, je nach Format.


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